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📦 Gestern, am 22. Oktober 2026, wurde Europas größte Petition zum gesetzlichen Schutz des Bargelds an das Bundesfinanzministerium in Berlin übergeben. Doch eine direkte Übergabe an Finanzminister Klingbeil? Abgelehnt. Ein Fachgespräch? Abgelehnt. Eine Pressebegleitung auf dem Gelände des Ministeriums? Ebenfalls abgelehnt.
Hansjörg Stützle, Initiator der Petition und seit gut 30 Jahren mit den Themen Geld, Finanzen und Wirtschaft befasst, übergab die Petition an einen Mitarbeiter des Ministeriums. Mit im Gepäck: 18 Kisten voller Unterschriften – darunter Originale und Ausdrucke digital unterzeichneter Dokumente.
🎥 Kla.TV war bei der Übergabe am Ausweichort außerhalb des Ministeriums live dabei!
Das war eine Bargeldpetition mit 400.000 Unterschriften und wir wollen, dass die Wahlfreiheit mit Bargeld zu bezahlen bleibt. Und diese ist massiv in Gefahr, weil immer mehr staatliche Stellen Bargeld ablehnen, öffentliche Verkehrsmittel Bargeld ablehnen. Denn auf der Basis hat Bargeld keinen Zukunftsschutz.
⚠️ Was passiert, wenn Bargeld verschwindet und nur noch digitale Zahlungsmittel unseren Alltag bestimmen?
Wenn alles Geld digital ist, kann jede Zahlung nachvollziehbar werden. Wo kaufen wir ein? Wo halten wir uns auf? Wofür geben wir unser Geld aus? Stützle warnt daher vor einem „digitalen Logbuch“ unseres Lebens.
Wenn Bargeld fällt, sind wir sofort lokalisierbar bei einer digitalen Zahlung. Und es hat nichts mit einer freien Gesellschaft dann letzten Endes zu tun. Eine ganz wichtige Sache ist, eine freie Gesellschaft gehört dazu, dass wir frei bezahlen können, ohne dass es dokumentiert wird.
🔴 Offiziell soll Bargeld bleiben – doch was passiert tatsächlich?
Während öffentlich betont wird, dass Bargeld erhalten bleiben soll, kritisiert Stützle politische Vorstöße, die digitale Zahlungen bewusst bevorzugen und dadurch Bargeld quasi durch die „Hintertür“ verdrängen.
Wir sind irritiert darüber, dass sich Ihr Ministerium in den Trilogverhandlungen für weitreichende Ausnahmen von der Bargeldannahmepflicht einsetzt. Bus und Bahn, Bürger und andere Amtsämter sollten selbstverständlich Bargeld akzeptieren und niemanden von der Teilhabe ausschließen. Ein Staat muss Vorbild sein und sein eigenes Geld annehmen. Ansonsten zeigt er damit unmissverständlich, dass er Bargeld nicht mehr haben will. […] Wie kann es sein, dass wir über eine Annahmepflicht zur Kartenzahlung reden und für den Schutz des staatlichen Zahlungsmittels ist bis heute nichts geschehen? Wie kann es sein, dass der digitale Euro entgeltfrei nutzbar wäre, während Banken weiterhin Bargeldgebühren am Geldautomat erheben dürften? Weshalb sollen öffentliche Einrichtungen Bargeld ablehnen können, den digitalen Euro jedoch nicht? Eine regulatorische Benachteiligung des Bargelds bewirkt seine Verdrängung als Zahlungsmittel.
❓ Wollen wir eine Gesellschaft, in der unser alltägliches Verhalten immer umfassender digital nachvollziehbar wird?
🔴 WIR ENTSCHEIDEN MIT UNSEREM ZAHLUNGSVERHALTEN.
☝️ Bargeld braucht eine funktionierende Infrastruktur. Wenn immer weniger Menschen bar bezahlen, sinkt der Anreiz für Geschäfte, Bargeld weiterhin anzunehmen.
☝️ Bargeld verschwindet nicht zwangsläufig erst dann, wenn seine Abschaffung offiziell beschlossen wird. Es kann auch schleichend an Bedeutung verlieren: Wenn Annahmemöglichkeiten abnehmen, digitale Alternativen bevorzugt werden und wir uns zunehmend an eine Welt ohne Bargeld gewöhnen!
✊ Jede Barzahlung ist eine bewusste Entscheidung für Bargeld.
💶 JA zu Bargeld. 🔐 JA zur Privatsphäre. 🕊️ JA zur Freiheit.
🎥 Mehr Details und tiefere Einblicke im Kla.TV-Interview mit Hansjörg Stützle: www.kla.tv/42964
Autor: pab.
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