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Weiterer Epstein-Whistleblower tot!

Verhindern Machtzirkel im Hintergrund wirksame Aufklärung?

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Ende September gab es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Causa Jeffrey Epstein. Der frühere britische Banker Simon Andriesz wurde im Alter von 57 Jahren in Thailand tot aufgefunden. Laut Medienberichten soll es sich um Selbstmord gehandelt haben, eine behördliche oder offizielle Bestätigung für einen Selbstmord von Simon Andriesz liegt derzeit jedoch nicht vor.
Andriesz hatte in den Jahren 2020 und 2021 als Whistleblower Aufsehen erregt, als er Verbindungen von dem aktuellen US-Handelsminister Howard Lutnick und Jeffrey Epstein offenlegte, auf die er bei seiner Tätigkeit als Manager des Finanzdienstleisters BGC Group gestoßen war. Zudem deckte er Unregelmäßigkeiten und dubiose Geschäftspraktiken der BGC Group auf, deren Leiter Lutnick zu der Zeit war. Entsprechend groß ist die politische Sprengkraft der Anschuldigungen von Andriesz, denn Lutnick hatte seine Epsteinverbindungen und die dubiosen Geschäftspraktiken der BGC zuvor stets geleugnet. Anfang 2026 musste Lutnick in einer Senatsanhörung dann zugeben, dass entgegen seiner vorherigen Aussagen doch Kontakt bestand. Trotzdem blieb er im Amt.

Aufgrund der Informationen von Andriesz verhängten britische und US-Aufsichtsbehörden Millionenstrafen gegen die BGC Group. Trotz dieser wertvollen Informationen wurde der Whistleblower offenbar nicht ausreichend geschützt. In den Monaten vor seinem Tod erhob er scharfe Vorwürfe gegen die Britische Regulierungsbehörde FCA, die für den Schutz von Whistleblowern zuständig ist. Er beklagte, dass die meisten seiner Vorwürfe nicht untersucht wurden und dass er nicht ausreichend vor Vergeltungsmaßnahmen seines ehemaligen Arbeitgebers geschützt worden sei. Andriesz wörtlich: „Die Behörde ergriff keine wirksamen Maßnahmen zu meinem Schutz. Die Folgen haben meine Karriere, meine Gesundheit, meine Finanzen und mein Familienleben zerstört.“

Simon Andriesz ist nicht der einzige dubiose Todesfall im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Auch Virginia Guiffre, die Hauptklägerin gegen Epstein, wurde erst von einem Auto angefahren und soll sich kurz danach das Leben genommen haben. Jean-Luc Brunel, französischer Modelagent, welcher im Verdacht stand, Epstein junge Mädchen zugeführt zu haben, soll sich in seiner Gefängniszelle erhängt haben. Milliardär Steve Bing, welcher ebenfalls Verbindungen zu Epstein hatte, stürzte aus einem Hochhaus in den Tod. Der frühere Assistent von Bill Clinton, Marc Middleton, der auch mit Epsteins Lolita-Express geflogen war, wurde 2022 tot aufgefunden. Thomas Bowers, der als früherer US-Chef des Private Wealth Managements der Deutschen Bank Geschäfte mit Epstein gemacht hat, erhängte sich angeblich ebenfalls selbst.

Während somit immer mehr potentielle Zeugen verschwinden, gab es seit der Veröffentlichung der weitgehend geschwärzten Epstein-Akten bisher keinerlei juristische Konsequenzen für die mutmaßlichen Täter. Könnte es sein, dass hier Machtzirkel im Hintergrund der Justiz die Hände gebunden haben? Wie Kla.TV-Gründer Ivo Sasek in seiner Rede zur Gründung der Freien Presse Agentur FPA aufzeigte, existieren in fast sämtlichen relevanten Lebensbereichen, wie Gesundheit, Medien oder Wirtschaft derartige Machtzirkel, die sich – anstatt sich zu kontrollieren – gegenseitig decken. Kla.TV hat diese Zirkel in einer aufwendigen Recherche intensiv untersucht. Erfahren Sie mehr dazu in der Rede „Zensur als Massenvernichtungswaffe“, der Plattform Vetopedia.org oder bei der freien Presseagentur FPA.one.

Autor: tz.

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