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Das eigentliche Ziel des Irankriegs sind wir – wie bei allen Krisen!

Eine Analyse des Finanzanalysten Tom Oliver Regenauer

Das Hin und Her um die Straße von Hormus dauert an. Der Infotakt vom 7. April berichtete darüber. Am 8. April akzeptierte der Iran eine zweiwöchige Waffenruhe und öffnete die Straße von Hormus. Die Verhandlungen mit den USA sollen am 10. April in Islamabad beginnen. Kaum hatte ein knappes Dutzend Schiffe die Meerenge passiert, sperrte der Iran die Straße jedoch wieder. Als Grund werden israelische Angriffe auf den Libanon genannt. Zudem wehren sich mehrere Länder gegen die vom Iran vorgeschlagenen Gebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge. Teheran hatte Transitgebühren gefordert, um Kriegsschäden zu kompensieren.

Der deutsche Journalist und Regisseur Moritz Enders sagte einst in einem Interview, man müsse eine Vogelperspektive einnehmen, um größere Zusammenhänge erkennen und einordnen zu können.

In einem Gespräch vom 30. März 2026 mit Dominik Kettner skizziert der deutsche Journalist und Finanzanalyst Tom Oliver Regenauer aus der Vogelperspektive die eigentlichen Ziele des Irankriegs: Der Irankrieg entwickle sich zunehmend zu einem ökonomischen Konflikt und richte sich auf die Weltwirtschaft, mit dem Ziel, im Zuge eines erwarteten Energieschocks restriktive Maßnahmen einzuführen. Regenauer vergleicht die Maßnahmen mit Net Zero beim Klima-Narrativ oder dem Lockdown beim Covid-Narrativ. Net Zero bedeutet, dass insgesamt keine zusätzlichen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen.

Nun sei es die Energiekrise, um dieselben Ziele auf einem anderen Weg zu erreichen und die Gesellschaft in Richtung digitales Geld sowie digitalen Ausweis zu lenken. Das übergeordnete Ziel sei – wie Larry Fink es aktuell wiederholt auf internationalen Bühnen betone – die Tokenisierung aller Assets, das meint Vermögenswerte. Hinter dieser Zerlegung steht die Vision, dass nahezu alles Wertvolle in digitaler Form als handelbare Tokens existiert. Kritische Stimmen argumentieren, verschiedene Krisen würden genutzt, um die Menschheit schrittweise in die totale Kontrolle, Abhängigkeit und Versklavung hinzuführen.

Regenauer kommt zu dem Schluss, dass genau zu prüfen sei, wie mit dieser Krise und der Situation umzugehen ist, die in den kommenden Monaten auf uns zukommt.

www.youtube.com/watch?v=ZWnduXgkACg

Wir zitieren Regenauer an dieser Stelle:

„Freut mich, dass ich wieder hier sein darf. Danke für die Einladung und wie die letzten Tage und Wochen gezeigt haben, befinden wir uns nicht umsonst in einer, man nennt es ja Polykrise, die sich jetzt auf den Markt abwälzt, sozusagen. Was im Iran begonnen hat als zunächst kinetisch-militärischer Konflikt, entwickelt sich zusehends zum ökonomischen Krieg, und der hat, das muss man sich immer vor Augen halten, vor allem ein Ziel, nämlich uns und nicht unbedingt den Iran.“

[…] Und die aktuelle Kriegshandlung zwischen dem Iran und Israel ist ja auch nicht das, was man als normalen kinetischen Krieg versteht. Da werden Raketen ausgetauscht, es sterben natürlich Menschen – das ist leider immer das Opfer, die Zivilbevölkerung. Tatsächlich ist es aber doch ein relativ, in Anführungsstrichen, „mildes“ Vorgehen beider Seiten.

[…] Was man sieht ist, dass es vor allem ein Ziel gibt und dass insbesondere ein Faktor von diesem Schlagabtausch beeinflusst wird: die Weltwirtschaft. Denn wir sehen, dass der Ölpreis steigt. Die CEOs von American Airlines und Delta Airlines haben in den letzten Tagen und vor dem letzten Wochenende angekündigt, dass sie in internen Papieren mit einem Ölpreis von 180 Dollar pro Barrel bis Ende 2027 kalkulieren. In der Konsequenz heißt das aber, dass die Transportkosten insgesamt steigen. Sprich: Wenn die Straße von Hormus weiter geschlossen bleibt – und darauf deutet im Moment alles hin, dass das jetzt eben nicht schnell gelöst wird, sondern ein relativ lang anhaltendes Szenario ist, dann wirkt sich das zum einen auf die Verfügbarkeit des Öls, des Rohöls, aus. Und das sind nun mal knapp 20 % des Weltmarktes, die durch diese Straße von Hormus transportiert werden, des Volumens.

[…] Der zweite Effekt sind dann die Düngemittel, die zum Frühjahr nicht in der Menge ausgeliefert werden können, wie sie gebraucht werden. Das heißt, es wirkt sich dann nachher nicht nur auf den Ölpreis, sprich dann auch den Benzinpreis für den Endverbraucher aus, sondern in der gesamten Lieferkette auch auf die Nahrungsmittel. Denn wenn das Düngemittel fehlt, haben wir auch sehr schnell Nahrungsmittelengpässe. Die wirken sich natürlich zuerst einmal dort aus, wo die Menschen ohnehin schon hungern, sprich in Afrika; das wird unter Umständen zu großen Hungersnöten führen. Zum anderen sieht man aber jetzt schon, dass in vielen Ländern Tankstellen dichtmachen beziehungsweise Kontingente aufgerufen werden und die Internationale Energieagentur (IEA) hat letzte Woche einen, ich glaube, 10-Punkte-Plan war es, veröffentlicht, wie man denn jetzt mit dem kommenden, in Anführungsstrichen, Energieschock umzugehen habe. Liest man sich diese 10 Punkte mal durch oder diesen Plan, diese Maßnahmen, die da vorgeschlagen werden, erinnern die sehr, sehr stark an das Covid-Narrativ oder an das Klima-Narrativ mit Net Zero. Zuhause arbeiten, Mobilität reduzieren, Autofahren dann je nach Nummernschild an geraden und ungeraden Tagen etc. Also da wird alles Mögliche vorgeschlagen und verschiedene Länder wie Thailand haben bereits entsprechende Maßnahmen eingeführt. Da ist es schon so, dass zum Beispiel Regierungsangestellte nur noch jeden zweiten Tag zur Arbeit kommen sollen. Dann werden die Schulwochen verkürzt von fünf auf drei Tage etc. Also das erinnert alles sehr stark an das Covid-Narrativ beziehungsweise an das, was die Klima-Apokalyptiker vorhatten, nämlich Net Zero. Und das ist jetzt, wie gesagt, kein Zufall, denn all diese drei Narrative – also Energiekrise, Covid-Narrativ und auch das Klima-Narrativ – haben vor allem ein Ziel: uns in die Richtung des digitalen Geldes zu führen, uns in die Richtung von digitalen Ausweisen zu führen.

Und das wiederum hat vor allem ein übergeordnetes Ziel, das Larry Fink immer wieder gerne aktuell auf Bühnen wiederholt. Das ist die Tokenisierung aller Assets.

[…] Also wenn man sich das im Kontext der Geschichte anschaut und im Kontext dessen, was da für Maßnahmen vorgeschlagen werden, und dann eine aktuelle Äußerung der Vereinten Nationen (UN) nimmt, dass man jetzt mit diesem Energiepreisschock, der da auf uns zukommt, vor allem eins erreichen kann, nämlich das mit dem Net Zero und der Green Economy, was man vorher nicht durchsetzen konnte, weil so richtig keiner mehr an dieses Klima-Apokalypse-Narrativ glaubt und die USA vorneweg den IPCC nicht mehr finanziell unterstützen wollen etc., wenn also die UN dann sagt, das sei jetzt der ideale Hebel, um die Gesellschaft in diese Richtung zu nudgen (unterschwellig zu drängen), wo man sie vorher schon hinhaben wollte, aber nicht hinbekommen hat, dann ist relativ klar, dass das Ziel dieses Iran-Konfliktes nicht unbedingt Krieg ist. Für die Israelis mag das durchaus sein, weil die israelische Regierung in weiten Teilen von absolut radikalen Zionisten dominiert wird, und das hat auch nichts mit dem Glauben zu tun, denn Zionismus ist, wer das in meinen Artikeln nachgelesen hat, unabhängig vom Glauben. Es gibt mehr christliche Zionisten auf der Welt als jüdische. Dann weiß man auch, wer das Ziel ist – und das sind wir.

Mehr zum Thema:

Prinzipien, wie das tägliche Weltgeschehen besser bewertet werden kann (Interview mit Moritz Enders vom 6.8.2016) ⤵️

🔗 www.kla.tv/9766

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