ℹ️ Andere Sprachen und Downloads: www.kla.tv/infotakt/42826
In Deutschland wächst der Widerstand gegen die massive Kriegsaufrüstung, die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Milliardenausgaben für das Militär. Erst in dieser Woche eröffnete Verteidigungsminister Boris Pistorius am 5. Oktober 2026 in Emden einen Marinehafen.
Gegen diese Kriegsvorbereitungen fanden in der letzten Woche an mehreren Tagen und in unterschiedlichen Städten Friedensdemonstrationen in Deutschland statt.
Am Donnerstag, den 1. Oktober, protestierten in Münster hunderte Menschen gegen die Verleihung eines Friedenspreises für die NATO.
Sogar die Augsburger Allgemeine titelte: Friedenspreis für die NATO sorgt in Münster für Protest.
Kla.TV berichtete. (www.kla.tv/infotakt/42775)
Am Freitag, den 2. Oktober, fand in Folge erneut eine Demo gegen die Wehrpflicht statt. Bereits in den Wochen zuvor demonstrierten bundesweit mehrere Zehntausend Schüler gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Auf der Bühne war zu hören: „Wir wollen nicht, dass die Jugend verheizt wird.“ (K.I.Z.-Mann Maxim)
Am Samstag, den 3.10.26, fand eine bundesweite Demo statt – zeitgleich in Stuttgart und Berlin und weiteren Städten. Unterstützt wurde die Friedensdemo von über 300 Gruppen.
Im Folgenden einige Eindrücke und Statements aus dem Livestream von Berlin TV (www.youtube.com/watch?v=NBMWbmTE9UI):
Moderatorin:
„[…] Zum Glück regt sich Widerstand gegen die herrschende Politik. Gegen die Kriegstreiberei und die Aufrüstungsorgie, gegen die Sozialkürzungen und gegen die Wiedereinführung des Kriegsdienstes. Aber auch Widerstand dagegen, dass willfährig den USA Folge gelei stet wird, die völkerrechtswidrige Kriege überall auf der Welt führen und befeuern. […] Wir fordern heute hier und zeitgleich auch in Stuttgart als gemeinsame Demonstration, Schluss mit Hochrüstung, mit Kriegswirtschaft und Sozialabbau. […] Wir fordern einen Stopp von Wirtschaftssanktionen und von Waffenlieferungen und die Schließung aller Militärstützpunkte in Deutschland und den Abzug der US-Atomwaffen.“
Christian Leye (BSW):
„Sie bewaffnen das Land und wollen die Jugend zu Soldaten machen. Sie bauen Brücken für ihre Panzer. […] Sie bereiten den Krieg vor. […] Im Krieg stirbt immer zuerst die Wahrheit. Aber als nächstes da sterben dann die arbeitenden Menschen. Und deswegen fängt dieser Widerstand damit an, dass man ihren Lügen widerspricht. […] Die Bundeswehr, sie wirbt junge Menschen damit, dass sie sagt: „Kommt rein, wir zahlen euch den Führerschein!“ Ein Führerschein, der kostet 4.000, 5.000 €. Und das ist gerade in diesen Tagen viel Geld für viele Familien. Aber gibt es – und das frage ich euch – einen Menschen auf diesem Platz, der ernsthaft glaubt, ein Rheinmetall Manager schickt seine Kinder für einen Führerschein in den Krieg? Wir dürfen uns hier nicht verarschen lassen. Es sind die Kriege der Reichen. Es sind die Kriege der Mächtigen. Es sind nicht unsere verdammten Kriege.“
Prof. Dr. Johannes Varwick:
„Das Konzept, das den gegenwärtigen Kurs trägt, lautet Kriegstüchtigkeit. Gemeint ist damit nicht alleine eine besser ausgestattete Bundeswehr. Gemeint ist damit eine Politik, die militärische Vorbereitung auf Krieg immer stärker zum Maßstab politischen Handelns macht. Dieses Denken verändert unser Land zum Schlechten und zum Gefährlichen, verdrängt Diplomatie und Rüstungskontrolle. Es führt zu einer Aufrüstungsorgie. Und es soll uns weismachen, dass Krieg nicht mehr als menschengemachte Katastrophe zu begreifen ist, die verhindert werden muss, sondern als Möglichkeit, auf die man sich einstellen muss. Und genau das, meine Damen und Herren, halte ich für einen sehr verhängnisvollen Irrweg. […]
Die Strategie, mit deutschen Waffen, deutschem Geld und deutscher politischen Rückendeckung den Krieg nach Russland zu tragen und eine immer weitere Ausweitung des Krieges zu riskieren, kann nicht im Interesse der Menschen liegen – nicht in Deutschland, nicht in Russland und auch nicht in der Ukraine. Lassen Sie sie sich nicht weismachen, dass das im Interesse der Ukraine liegt. Wir sollten nicht akzeptieren, dass Deutschland zum Motor einer internationalen Aufrüstungsspirale wird. Wir sollten nicht akzeptieren, dass Milliarden und Abermilliarden für Rüstung verpulvert werden, während für andere Aufgaben immer das Geld fehlt. Und wir sollten auch nicht akzeptieren, dass ein willkürlich gewähltes 5 % Ziel für Militärausgaben zum neuen Maßstab deutscher Politik gemacht wird! Ich sage ganz deutlich, die Fortführung des gegenwärtigen Kurses wird weder zu besseren Bedingungen für die Ukraine noch für mehr Sicherheit für Deutschland und Europa führen. Ziel muss vielmehr sein, möglichst rasch die Voraussetzungen für ernsthafte Verhandlungen zu schaffen. Eine Lösung, die das Töten beendet, Eskalationsrisiken begrenzt und zugleich den Grundstein für eine tragfähige europäische Sicherheitsarchitektur legt. […]Lasst euch nicht einreden, Verhandlungen sind das gleiche wie Kapitulation oder Appeasement gegenüber einem Aggressor. Lasst euch nicht einreden, es gebe nur die Wahl zwischen immer mehr Waffen und Unterwerfung. Wir haben keine militärische Fähigkeitslücke, sondern eine diplomatische Fähigkeitslücke.“
Karla Wolf, Schülerin (www.youtube.com/watch?v=NFvB4mmLQvA):
„Wir sollen in Kasernen für einen Krieg ausgebildet werden, den wir nicht führen wollen. Wir sollen auf die Jugend anderer Länder schießen, die mit uns zehnmal mehr gemeinsam hat, als wir mit denjenigen, die uns in den Krieg schicken wollen. Denn mit uns im Schützengraben werden nicht die Söhne von Merz oder von dem Chef von Rheinmetall liegen, sondern wir, die arbeiten und lernen. Wir, die mit dem Krieg nicht Rekordprofite in Milliardenhöhe machen, sondern wir, die uns den Führerschein nicht leisten können. Und wenn wir nicht im Schützengraben liegen, flicken wir in Krankenhäusern die Soldaten so wieder zusammen, dass der Krieg weitergehen kann. […] Während wir uns an der Front die Drohne fangen sollen, haben die, denen die Konzerne gehören, nur die, denen die Milliardenprofite einstreichen, nur die haben etwas zu gewinnen. Und gerade deswegen ist es so wichtig, dass Schüler, Studierende, Beschäftigte, Jung und Alt sich zusammentun und gemeinsam gegen die Kriegsvorbereitung kämpfen.“
Auch Kla.TV setzt sich für Frieden ein und beleuchtet insbesondere die Kriegstreiber und Krisenprofiteure (vetopedia.org/de/krisenprofit, www.kla.tv/42624). Verbreiten Sie diese Sendung weiter, damit die Strippenzieher hinter den künstlich geschürten Kriegen und Konflikten aufgedeckt werden.
Autor: ts.
Hat die NATO einen Friedenspreis verdient?⤵️
🔗 www.kla.tv/infotakt/42775
🔗 t.me/KlagemauerTV/6305
Deutschlandweite Schülerproteste - Niemand will für Kriege des Establishments bluten!⤵️
🔗 www.kla.tv/40608
🔗 t.me/KlagemauerTV/5755
Palantirs heimliche Übernahme der Ukraine ⤵️











