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Diplomatie oder Krieg für Europa?

Historische Neutralitätsabstimmung am 27.9.2026

Die 27 EU-Staaten gaben 2025 rund 418 Milliarden Euro für Verteidigung aus, das sind 20 % mehr als im Vorjahr. Im Schnitt entsprach das 2,2 % des Bruttoinlandsprodukts. Nach dem NATO-Beschluss sollen die Ausgaben bis 2035 auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts steigen.

Der heutige NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte am 11. Dezember 2025 bei einer Rede in Berlin: „Wir müssen auf das Ausmaß eines Krieges vorbereitet sein, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben.“

Ganz Europa bereitet sich auf einen Krieg vor? Jein! Historisch galt die Schweiz mit ihrer Politik der bewaffneten Neutralität als „unbeugsamer Gallier“ – als unabhängiger und verlässlicher Akteur.

Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition der Friedensvermittlung zurück:

  • 1954 war sie Gastgeberin der Genfer Konferenz zum Indochinakrieg,

  • 1962 unterstützte sie die Verhandlungen zwischen Frankreich und Algerien und trug damit zum Évian-Abkommen bei.

  • Auch in jüngerer Zeit engagierte sie sich etwa im Friedensprozess in Kolumbien und Mosambik sowie als Schutzmacht zwischen den USA und Iran.

Der ehemalige Schweizer Diplomat und Staatssekretär Georges Martin sagte kürzlich, es gebe kaum einen Kontinent, auf dem die Schweiz nicht aktiv gewesen sei. „Es gab kaum eine Woche ohne Meldungen über die Aktivitäten der Schweiz in Sachen Frieden und Friedensverhandlungen. Dies liege in der Schweizer DNA.“ Jedoch – so Martin – habe die Schweiz mit der Übernahme der Sanktionen gegen Russland ihre bisherige Neutralitätspolitik aufgegeben:

„Heute hat man das Gefühl, dass nichts mehr geschieht. Die Schweiz hatte so etwas wie dieses genetische Erbe. Doch als der Krieg in der Ukraine ausbrach, sah man unsere sozialistischen Führungspersönlichkeiten abreisen und nach Butscha gehen und weinen. Natürlich, das ist entsetzlich! Sie wurden auch durch Propaganda instrumentalisiert. Denn wenn zwei Länder im Krieg sind, gibt es immer Propaganda gegen die andere Seite. Man muss sich daran erinnern, dass vor 2022 selbst die Sozialisten sagten, die Ukraine sei das korrupteste und undemokratischste Land Europas.“

Georges Martin bezeichnete die Neutralitätsinitiative, über die am 27. September 2026 in der Schweiz abgestimmt wird, als eine „historische Chance für die Schweiz“.

Warum ist sie eine historische Chance? Weil die Schweizer zum ersten Mal die Gelegenheit haben, wirklich zu sagen, was sie über die Neutralität denken, und sie dann an den Anfang unserer Verfassung zu stellen, mit verbindlichen Artikeln, die unsere Behörden zwingen würden, genau das nicht zu tun, was sie seit Beginn des Krieges in der Ukraine getan haben.“

Würde die Neutralitätsinitiative nicht angenommen, wäre dies, so Martin, „das Ende der Schweiz“. Eine Schweiz, die nicht neutral sei, wäre für ihn keine Schweiz mehr und würde auch international nicht mehr als solche wahrgenommen.

Deshalb: Verbreiten Sie diese Sendung und setzen auch Sie sich am 27. September 2026 für ein klares JA zur Neutralitätsinitiative ein – damit Frieden, Friedensvermittlung und Diplomatie in Europa und anderen Krisengebieten eine Chance haben!

Ich bin für Neutralität. Für mich sollte Neutralität nicht nur als ein Schweizer Prinzip definiert werden, sondern als ein Leitprinzip für die Außenpolitik weltweit. Viele sagen, dass die Neutralität der Schweiz nicht mehr wichtig ist. Die Schweiz hatte jedoch das Glück, in der Vergangenheit neutral zu sein, und ich glaube, dass Neutralität in der Zukunft noch wichtiger sein wird.

Gegner der Neutralität argumentieren, dass die Schweizer Armee unser Land nicht unabhängig schützen kann, und dass wir der NATO beitreten müssen. Sie behaupten, dass wenn man nicht mit uns ist, man gegen uns ist. Das schlimmste Szenario ist, dass die Volksinitiative abgelehnt wird, was bedeuten würde, dass die Neutralität fast beendet ist. Ich sage, wenn Sie nicht vertrauen, dass die Neutralität fast beendet ist.

Ich sage, wenn Sie heute die Neutralität nicht schützen und fördern, werden Sie morgen Mitglied der NATO sein. Ich denke nicht, dass das eine gute Option ist. Die Neutralität ist seit fast 200 Jahren ein Leitprinzip der Schweizer Außenpolitik. Einige Leute sagen, sie gehört zur DNA der Schweiz. Ich hoffe, dass die Schweiz daran arbeiten wird, ihr Image als neutraler Staat, der für alle Seiten glaubwürdig ist, wiederherzustellen. Denn wir leben in einer Welt, die nicht friedlich ist. Es gibt immer mehr kriegerische Handlungen gegen andere Länder. Und diesmal ist eine neutrale Position nicht nur für die Schweiz, sondern wahrscheinlich auch für die ganze Welt wichtig.“

Mehr zum Thema:

Zweite Schweizer Landsgemeinde vom 23.5.2026: Für eine unabhängige Schweiz ohne Unterwerfung unter die EU, NATO und WHO ⤵️

🔗 www.kla.tv/41931
🔗 t.me/KlagemauerTV/6109

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