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Wie Medien und Politik Ukrainer in den Tod treiben

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Seit dem 24. Februar 2022 dauert der Krieg in der Ukraine nun schon vier Jahre und acht Monate. Wenn es darum geht, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann, stehen sich zwei gegensätzliche Positionen gegenüber: Die einen befürworten Zugeständnisse an Russland, insbesondere die Abtretung ukrainischer Gebiete. Die anderen lehnen solche Zugeständnisse ab und fordern, die territoriale Integrität der Ukraine zu wahren.

Ein nachhaltiger Frieden in der Ukraine lasse sich nicht durch einseitige Zugeständnisse an Putin erreichen, sondern nur aus einer Position der Stärke. Wer die Ukraine militärisch, finanziell und politisch unterstützt, hilft ihr, sich gegen die russische Aggression zu verteidigen und ihre Souveränität zu bewahren. Diese Position entspricht der Argumentation der NATO und der EU, sowie jener zahlreicher europäischer Regierungen, darunter auch der Schweizer Regierung. Sie prägt zudem die Berichterstattung öffentlich-rechtlicher Medien.

Wohin diese Position geführt hat zeigen die nackten Zahlen:

Die UNO hat bis Ende September 2026 mindestens 17.605 getötete Zivilpersonen und 55.846 Verletzte in der Ukraine dokumentiert. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen, insbesondere wegen nicht zugänglicher besetzter Gebiete.

Eine aktuelle Analyse des US-Forschungsinstituts CSIS vom Juli 2026 schätzt die Zahl der Todesopfer unter den ukrainischen Streitkräften seit dem 24. Februar 2022 auf 125.000 bis 150.000. Die Opferzahlen in Russland und der Ukraine haben – einschließlich Verwundeter und Vermisster – die zwei Millionen-Marke überschritten.

Soweit die offiziellen Zahlen. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Diese Strategie der „Stärke gegenüber Putin“ und der Unterstützung der Ukraine trägt dazu bei, dass der Krieg weiter andauert. Selbst das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hielt am 21. Oktober 2026 fest, dass sich „die geopolitischen Kräfteverhältnisse 2026 zu Ungunsten der Ukraine verschoben haben“.

Dennoch bezeichnet es SRF-Korrespondent Fredy Gsteiger in seiner Analyse vom 22. Oktober als Katastrophe für die Ukraine, sollte Putin seinen Willen durchsetzen. Gsteiger spricht von einer „Kapitulation“ der Ukraine, als würden territoriale oder politische Zugeständnisse zwangsläufig bedeuten, dass das Land insgesamt der russischen Herrschaft ausgeliefert wäre.

Gsteiger erwähnt mit keinem Wort, dass Putin zugestimmt hat, künftige Gespräche über eine Lösung des Ukrainekriegs auf Sicherheitsgarantien für beide Länder und einen Gesamtrahmen für die Sicherheit in ganz Europa zu konzentrieren. Sein Ziel sei ein „endgültiges Friedensabkommen“, wie Reuters am 22. Oktober 2026 berichtete.

Wie ernst es Putin damit meint, sei dahingestellt. Es muss auch damit gerechnet werden, dass es Kräfte im Hintergrund gibt, die kein Interesse an einem endgültigen Friedensabkommen haben und beide Seiten instrumentalisieren. Eine „Einigung“ mit Russland scheint dennoch die derzeit einzige Option zu sein, um das Blutvergießen zu beenden.

Natürlich würde die Souveränität der Ukraine bestehen bleiben. Und natürlich wäre ein Kriegsende mit Zugeständnissen verbunden: Die Ukraine müsste die gesamte russischsprachige Donbas-Region im Osten des Landes an Russland abtreten. Doch wer könnte solche Zugeständnisse ablehnen, wenn sie ein Ende des Krieges ermöglichen würden – außer jenen, die nicht selbst an die Front müssen?

Kla.TV berichtete in verschiedenen Sendungen, wie Ukrainer, die vom Leid betroffen sind und an die Front müssen, ein „sofortiges Ende des Blutvergießens“ fordern.

Ausschnitte aus der Sendung Ein Ukrainer fordert: Sofortiges Ende des Blutvergießens! www.kla.tv/42679:

“Hallo Zusammen! Ich bin keine Medienperson, aber die Katastrophe in unserem Land zwingt mich dazu, dieses Video zu machen. Mein Name ist Volodymyr und ich lebe im Gebiet Lwiw. Letzte Woche am Freitag 21. August gab es einen weiteren Drohnenangriff auf ein weiteres Einkaufszentrum in einer weiteren Stadt der Ukraine, bei dem Dutzende Zivilisten getötet und mehr als Hundert verletzt wurden, darunter Dutzende Kinder. Ich möchte fragen: Bis zu welchem Grad der Zerstörung werden wir diesen Krieg noch tolerieren? Solange ich persönlich noch am Leben und gesund bin, solange ich zu Hause Strom, Gas, Wärme und Wasser habe, kann ich noch für den «Krieg bis zum Sieg» und «Frieden aus der Position der Stärke heraus» eintreten. Da kann ich mich noch freuen, wenn «unsere» Drohnen «ihre» Lagerflächen oder Ölraffinerien vernichten. Aber viele Menschen in der Ukraine, die ihr Hab und Gut verloren haben und gezwungen waren, als Flüchtlinge ihr Zuhause zu verlassen, irgendwohin zu ziehen und nun unter weiß nicht welchen Bedingungen zu leben, ohne Hoffnung, in Zukunft irgendein eigenes Zuhause zu haben, sehen das alles anders. (…)

Wie lange soll das noch andauern? Wie viele Menschen müssen noch sterben, wie viele Kraftwerke, Geschäfte, Lebensmittellager, Wasserwerke und überhaupt ganze Städte müssen noch zerstört werden, bis wir endlich begreifen, dass ein «schlechter Frieden» besser ist als ein «guter Krieg»?? (..)

Zusammenfassung: Ich erhebe meine Stimme für den Frieden. Dieses Gemetzel und dieses sinnlose Blutvergießen müssen JETZT SOFORT gestoppt werden. Den Krieg nicht fortzusetzen, sondern sofort einen Waffenstillstand zu verkünden und Verhandlungen über einen langfristigen Frieden zu beginnen – das ist der einzig richtige Weg. Jeder Mann in der Ukraine sollte sich weigern, an die Front zu gehen, und keine Angst haben, diese seine Position offen zu vertreten. Es gibt ein berühmtes Sprichwort: «Es ist Krieg, aber keiner geht hin». Mögen sich diese Worte nun in der Ukraine genau in dieser Zeit an uns erfüllen. Wir werden nicht für fremde Interessen kämpfen. Und genau das ist der wahre Patriotismus heutzutage: den Krieg sofort zu stoppen und die Ukraine wiederaufzubauen. Möge Gott uns dabei helfen. Danke für die Aufmerksamkeit.”

Selbst das SRF ließ am 23. Oktober ukrainische Männer zu Wort kommen, die nicht kämpfen möchten und in die Schweiz geflohen sind. Zitat eines 23-Jährigen: „An der Front würde ich nicht lange überleben.“

Und was schreibt das SRF groß im selben Artikel? „Schweiz gibt nur Schutz, wenn Wehrpflicht erfüllt ist.“ Mit anderen Worten: Wehrpflichtige ukrainische Bürger müssen zurück in die Ukraine – was für viele einem Todesurteil gleichkommen dürfte.

Wo bleibt der Aufschrei von Medien wie des SRFs, von Politikern und all jenen in der Schweiz und Europa, die nicht selbst an die Front müssen?

Autor: dd.

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